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Eigene Gedanken:

Der Kapitalismus ist noch vorherrschend. Aber anscheinend kann er einige Probleme nicht lösen. Er vernichtet unsere Lebensgrundlagen und führt zu Hunger und Armut. Ca 2 Mrd Menschen leben von weniger als 2 Dollar pro Tag. Noch mal 1 Mrd Menschen von weniger als 1 Dollar am Tag. 800 Millionen Arbeitslose soll es geben.  Danach wäre die "Verelendungstheorie von Marx doch richtig. Es gibt aber auch 450 Milliardäre auf der Welt. Sie besitzen so viel, wie 59% der Armen Menschen.



Ich denke nicht, dass sich die Menschen auf ein neues Experiment mit der Wirtschaft einlassen werden. Es gibt auch nur wenige Kritiker, die den Kapitalismus abschaffen wollen. Ich denke, man kann den Kapitalismus nur reformieren. Der Kapitalismus ist ein menschengemachtes System und kann also auch verändert werden. Man sollte sich mehr auf die Menschenrechte berufen. Schon in der Menschenrechtserklärung von 1948 der UN sind einige soziale Rechte enthalten. Z.B. hat man ein Recht auf Urlaub und ein Recht auf einen angemessenen Lohn, der es einem erlaubt für sich und seine Familie ein Auskommen und Wohnung zu haben.
Der Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte sichert den Menschen auch ein Recht auf Nahrung und Arbeit. Man hat auch das Recht auf gewerkschaftliche Organisation. Nur haben diesen Pakt noch nicht alle Staaten unterschrieben, allen voran die USA. In den Sonderwirtschaftszonen vieler Länder werden diese Rechte den ArbeiterInnen aber verwehrt. Sie bekommen keinen angemessenen Lohn und die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft wird ihnen verboten. Auch große Staaten wie Deutschland und viele Transnationale Konzerne halten diese Menschenrechte bei Investitionen im Ausland nicht ein.
Ich halte den Neoliberalismus für eine Religion. Schon aus der Geschichte kann man erkennen, dass der Markt allein keinen Wohlstand schafft. Im Anfang des Kapitalismus gab es diese idealen Bedingungen für die Unternehmen schon, aber die Regellosigkeit führte zu großem sozialen Elend. Auch während der Weltwirtschaftskrise 1929 halfen die klassischen Liberalen Methoden nicht. Trotzdem wird von den Neoliberalen immer noch vorgebetet, dass der Markt alles heilt. Er ist zum Gott geworden, der bestraft und belohnt.
Mir scheint der Keynesianismus eher richtig zu sein, als die klassischen Liberalen Theorien und der Neoliberalismus. Nur wurde der Keynesianismus eigentlich noch gar nicht konsequent angewendet. Auch wurde er der Stagnationstheorie beraubt.
Ich meine auch, dass die Wirtschaftswissenschaftler zu wenig mit dem Computer ihre Wirtschaftsmodelle simulieren. Die Klimaforscher haben Superrechner und ihre Klimamodelle haben viel zum Verständnis des Klimas beigetragen. Die Wirtschaftswissenschaftler haben diese Rechner nicht. Sie argumentieren nur mit Behauptungen, die sie nicht beweisen können.
Es gibt einige kleinere Simulationsmodelle für wirtschaftlische Zusammenhänge wie das World3-Modell von Dennis Meadows zu den Grenzen des Wachstums und die Simulationsprogramme und Spiele von Frederic Vester (Ökolopoly und Ecolopoly) mit denen man Zusammenhänge erforschen kann.
Es muß gelingen ein Wirtschaftssystem aus dem Kapitalismus zu machen, dass nachhaltig ist, sozial gerecht und den Frieden fördert. Armut darf nicht mehr vorkommen.
Die Zukunft ist nicht voraussagbar. Das ist ein Problem für uns Menschen. Wir wollen Beständigkeit und wollen die Zukunft kontrollieren. Beständigkeit gibt es aber in der Natur nicht und vieles läßt sich nicht kontrollieren, sondern unterliegt dem Zufall.
Auch scheint mir die Wirtschaft ein nicht deterministisches System zu sein. Unser Handeln beeinflußt das System selbst. Unsere Eingriffe verändern das System und machen es nicht vorhersagbar.
Dietrich Dörner hat untersucht, wie man sich in komplexen Systemen zurechtfindet und sie erfolgreich lenken kann, um sie stabil zu halten. Nur 1 von 10 Personen schafft das auf Anhieb. Es gibt Fehler, die immer wieder gemacht werden. Wichtig ist, dass man nur kleine Eingriffe in das System vornimmt und die Reaktion des Systems abwartet, sich informiert und dann weitere Schritte plant. Das System reagiert immer zeitverzögert und nicht linear. Mit Selbstreflexion erzielt man bessere Ergebnisse. Man sollte sich über die Gründe seines Handelns klar werden.
Einstein sagte, dass man mit dem Denken, dass zu den Problemen geführt hat nicht diese Probleme lösen kann. Wir brauchen also andere Theorien. Auch Watzlawik beschreibt in seinem Buch "Lösungen", dass wir am Anfang eine Strategie der "Mehr des Gleichen" betreiben. Auch wenn die Sache immer Schlimmer wird, versuchen wir die selbe Lösung immer weiter anzuwenden. (Z.B. Immer wieder die Löhne runter). Bis dann jemand kommt, der das Spiel nicht mehr mitspielt und eine andere Lösung findet, eine Lösung zweiter Ordnung, die einen Gewinn für alle verspricht. (Z.B. Gorbatschow beim Wettrüsten). Wir spielen auch oft Nullsummenspiele. Die Börse ist ein Nullsummenspiel. Die Banken spielen ein Nullsummenspiel, weil sie für jedes Guthaben einen Kredit vergeben müssen. Das kann nicht gut sein. Wir müssen Win-Win-Spiele spiele lernen.


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Literatur:

FIAN, Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte, Broschüre, ohne Jahrgang
Frederic Vester, Die Kunst vernetzt zu denken , München, DTV , 2002
Dietrich Dörner, Die Logik des Mißlingens, Reinbek, rororo 
Paul Watzlawik u.a., Lösungen, Reinbek, rororo


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Erstellt am 3.02.2005, Version vom 22.01.2017, Johannes Fangmeyer, GNU-FDL

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