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Keynesianismus:

Der Keynesianismus kommt von dem britischen Mathematiker und Ökonomen John Maynard Keynes (1883 - 1946). Er bezeichnet den staatlichen Interventionismus in die Wirtschaft. Der Keynesianismus legt großen Wert auf Vollbeschäftigung.



Keynes sagte, dass der Staat sich antizyklisch verhalten sollte. Das heißt, dass er in Krisen Kredite aufnehmen sollte, um die Nachfrage anzukurbeln und die Kredite in Hochkonjunkturphasen wieder zurückzahlen sollte. Dies wird auch Nachfragepoltik genannt. Keynes meinte, der Staat müßte notfalls ein großes Loch graben und wieder zuschütten lassen, um in der Krise Arbeitsplätze zu schaffen. Der New Deal von Franklin D. Roosevelt, dem amerikanischen Präsidenten richtete sich größtenteils nach Keynes. Keynes schuf auch das Festwährungssystem von Bretton Woods. 1943 stellte er dann die Stagnationstheorie auf, wonach reifere Wirtschaften in eine Sättigung der Nachfrage eintreten und so die Arbeitslosigkeit steigt. Er meinte auch hier müßte der Staat die Nachfrage ankurbeln, aber auch die Arbeitszeit weiter verkürzen. Die Stagnationstheorie wird bei vielen unterschlagen, bildet aber einen Hauptteil der Theorie von Keynes. Zudem wollte Keynes die Investitionen sozialisieren, weil sie starken Schwankungen unterliegen. Er war auch für eine Umverteilung des Einkommens auf niedrige Einkommensbezieher.
In Frankreich wandte Premier Jospin diese Theorie an und belebte die Nachfrage und verkürzte die Arbeitszeit und konnte so die Arbeistlosigkeit deutlich senken. Die meisten Staaten haben aber die Kredite der Krisen nicht zurückgezahlt und immer weiter auf Pump gelebt. So stieg die Staatsverschuldung rapide an, so dass fast keine neuen Kredite mehr in Krisenzeiten aufgenommen werden können. Dagegen gibt es das Mittel der produktiven Kreditschöpfung, wobei die Notenpresse der Staatsbanken einfach mehr Geld drucken und dem Staat als zinslosen Kredit zur Verfügung stellen. In den USA wurde das schon in der Vergangenheit angewandt. Auch in der Krise der Weimarer Republik wurde das vorgeschlagen, aber nicht angewendet.
Heute gilt der Keynesianismus als überholt. Diese Meinung teile ich nicht. An seine Stelle ist die Angebotspolitik der Neoliberalen getreten. Ich halte den Neoliberalismus für eine Ideologie, ähnlich einer Religion. Die Wissenschaftlichkeit des Neoliberalismus steht und fällt mit dem Sayeschen Theorem, wonach sich jedes Angebot seine Nachfrage schafft. Das wird aber von vielen Wissenschaftlern bestritten.
Nach dem magischen Viereck der Wirtschaftspolitik kann man nie alle vier Ziele wie Inflation, Beschäftigung, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und das Wirtschaftswachstum optimal halten. Das gelingt immer nur mit dreien, wobei eines dann stark negativ wird. Heute scheint man das Ziel Vollbeschäftigung aber aus den Augen verloren zu haben. Die Wirtschaftswissenschaften kranken daran, dass es keine dynamischen Theorien gibt. In den Lehrbüchern wird auch soetwas wie Regelungstechnik nicht angegebn. Auch Keynes Theorie ist statisch. Heute lassen sich aber die Volkswirtschaften simulieren am Computer. Dort kann man dann wirtschaftliche Eingriffe simulieren und studieren.


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Literatur:

Karl Georg Zinn, Wie Reichtum Armut schafft, Köln, PapyRossa, 3. Auflage 2003

Karl Georg Zinn, Die Selbstzerstörung der Wachstumsgesellschaft - politisches Handeln im ökonomischen System, Reinbek, Rowohlt, 1980

Gerhard Willke, John Maynard Keynes, Frankfurt/Main, Campus, 2002


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Erstellt am 22.01.2004, Version vom 27.12.2016, Johannes Fangmeyer, GNU-FDL

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